Erste Sitzung des neuen Marktgemeinderats: Konstruktiv, engagiert und mit Blick nach vorn
Mit der konstituierenden Sitzung am 12. Mai 2026 ist der neue Marktgemeinderat Heroldsberg in seine Arbeit für die Legislaturperiode 2026–2032 gestartet. Die Sitzung stand ganz im Zeichen des Neubeginns, aber auch erster inhaltlicher Weichenstellungen.
Zwei neue grüne Stimmen im Gremium
Besonders erfreulich aus unserer Sicht: Mit Karoline und Laura wurden zwei neue Mitglieder für unsere Fraktion vereidigt, die Simone und Andreas direkt tatkräftig in der folgenden Debatte unterstützen konnten.
Schlankere Struktur bei den Bürgermeisterposten
Ein wichtiges strukturelles Thema war die Festlegung der weiteren Bürgermeister. Der Marktgemeinderat entschied sich dafür, künftig nur noch einen zweiten Bürgermeister zu bestellen und auf einen dritten zu verzichten. Dieses Vorgehen wurde vor allem mit dem Ziel begründet, Kosten einzusparen – ein Argument, das sich auch in weiteren Punkten der Sitzung widerspiegelte.
Zum zweiten Bürgermeister wurde schließlich Udo Stammberger gewählt. Auch unser Vorschlag, Andreas Nausner ins Rennen zu schicken, fand Unterstützung über die eigene Fraktion hinaus – ein Zeichen dafür, dass seine Arbeit und Kompetenz im Gremium wahrgenommen und geschätzt werden.
Intensive Diskussionen zur Geschäftsordnung
Einen großen Raum nahm die Beratung über die neue Geschäftsordnung für die kommenden Jahre ein. Hier wurde engagiert und lebhaft diskutiert – insbesondere bei Fragen der Ausschussbesetzung und der Arbeitsweise des Gremiums.
Die grüne Fraktion brachte mehrere Anträge ein, die jedoch keine Mehrheit fanden. Natürlich hätten wir uns hier über mehr Gehör bei den anderen Fraktionen gefreut, aber wir bleiben bei den Themen am Ball, um in Zukunft eventuell noch Kompromisslösungen zu erzielen. Gerade bei der Frage der Ausschussgrößen und -verteilungen zeigte sich erneut, dass der Spargedanke leider eine zentrale und auch ausschlaggebende Rolle spielt. Da keiner unserer Anträge in der Sitzung in die Geschäftsordnung mit eingebunden werden konnte, haben wir der Geschäftsordnung nicht zugestimmt. Sie wurde mit 5 Gegenstimmen beschlossen.
Trotz unserer Lage in der Opposition konnten wir wichtige Impulse setzen: Besonders das Thema Transparenz und bessere Information der Bürgerinnen und Bürger stieß auch bei anderen Fraktionen auf offene Ohren. Beispielsweise wurde vorgeschlagen, dass dieses Anliegen nun im Rahmen einer Klausurtagung weiter vertieft werden könnte, was wir als wichtigen Schritt in die richtige Richtung werten. Auch wenn nicht alle unsere Vorstellungen umgesetzt werden konnten, bleibt das Ziel klar: eine transparente, effiziente und bürgernahe Kommunalpolitik.
Sparen – auch bei sich selbst
Ein bemerkenswerter Beschluss wurde bei der neuen Entschädigungssatzung gefasst. Entgegen dem ursprünglichen Verwaltungsvorschlag, die Aufwandsentschädigungen zu erhöhen, folgte der Gemeinderat mehrheitlich einem Vorschlag ganz links aus dem Gremium, nicht nur auf eine Erhöhung zu verzichten, sondern sogar auf den Entschädigungssatz von 2020 zurückzugehen.
Damit setzte der Rat ein wichtiges Zeichen: Wenn gespart werden muss, dann auch bei sich selbst. Dass dieser Beschluss mit großer Mehrheit getragen wurde – teils sicher nicht ohne Zögern – zeigt ein gemeinsames Verantwortungsbewusstsein über Parteigrenzen hinweg.
Ein heiterer Abschluss
Zum Abschluss gratulierten wir Jan König zur erneuten Bestellung des ersten Bürgermeisters zum Standesbeamten für Eheschließungen – schließlich gehört auch das Feiern schöner Momente zum Gemeindeleben. Es folgte die nicht-öffentliche Sitzung und dann ein angenehmer Umtrunk mit dem gesamten Gemeinderat, um zusammen auf gute Zusammenarbeit anzustoßen.
Insgesamt war die erste Sitzung geprägt von einem meist sachlichen Austausch, klaren Positionen und dem gemeinsamen Willen, Verantwortung für Heroldsberg zu übernehmen.
Wir freuen uns darauf, die kommenden Jahre aktiv mitzugestalten – für mehr Transparenz, Nachhaltigkeit und ein gutes Miteinander vor Ort.
